Was kümmert´s den Mond, wenn der Wolf ihn anheult?

Unter diesem Motto steht meine heutige Seife. Ich weiß, ich habe lange keine Seife mehr eingestellt, aber die drölfundneunzigste Seife im gleichen Design ist auf Dauer langweilig – denke ich mir zumindest. Dann hatte ich auch lange Zeit keine rechte Lust zu sieden und habe einfach immer mal wieder nur Transparentseife hergestellt. Aus dieser Transparentseife habe ich dann Einleger gemacht, die nun ewig im Keller gelegen sind.

Die Idee zur Seife ist schon etwas älter, sie entstand bei einem der zahlreichen Gespräche die wir bei unserem Treffen beim lieben Seifel-Linchen bereits im April diesen Jahres hatten. Simone (Seifel-Linchen, https://www.seifel-linchen.de/), Steffi Ulrich, Yvonne von Koe (https://www.savony.de/), Karin Margit Reischl (https://karin-reischl.de/) und ich saßen also bei Linchen im Garten und wollten eigentlich sieden – wie das aber bei so Kennenlern-Treffen ist, klappt das meist nicht – aber das ist eine andere Geschichte…

In einem dieser wundervollen Gespräche fiel dann eben der Satz: „Was kümmert es den Mond, wenn der Wolf ihn anheult?“ und ich musste eben an einen meiner Transparentseifeneinleger in Form vom Wolf denken.

Transparentseifeneinleger Wolf

Lange Zeit kam mir aber keine richtige Idee, bzw. mir fehlte noch der ein oder andere Einleger in Form von Transparentseife oder aber auch Knetseife. Auch hatte ich weder einen Extruder noch entsprechende Scheiben. Also blieb der Wolf Wolf und die Seife in meinem Kopf. Bis eben letzte Woche, da sah ich auf Pinterest die Vorlage zu „meiner“ Seife. Zudem war auch noch international Soapmaking Day, das musste ich doch auch ausnutzen.

Das Rezept war schon mit den Mädels abgesprochen, wir wollten von Humblebeeandme das Rezept der Titanic-Seife nachsieden (https://www.humblebeeandme.com/vinolia-soap-re-creation-the-soap-on-the-rms-titanic/#more-4098). Soweit habe ich mich an das Rezept gehalten, nur habe ich das Rinderfett gegen Palmöl ausgetauscht.

der fertige Seifenleim wartet nur darauf in die Form umgefüllt zu werden.

Nun hieß es den Seifenleim in die Form zu gießen und den Einleger zu positionieren – hoffentlich bleibt der auch an Ort und Stelle…

Die Form von oben

Ab hier kommen die schlimmsten Stunden eines jeden Seifensieders. Warten bis die Verseifung abgeschlossen ist, dauert zwischen 24 – 72 Stunden und viele versuchen meist zu früh auszuformen, das ergibt dann leider unschöne Seifen. Bei mir hat alles soweit gut geklappt und ich konnte schadensfrei die Seifenrolle am Montag entformen. Diese kam dann in die nächste Form und wurde dann in schwarzen Seifenleim versenkt. Und schon wieder hieß es warten – bis heute Mittag habe ich meine Form in Ruhe gelassen, aber die Neugierde war groß… zu groß, daher habe ich es gewagt und ausgeformt.

Beide Fotos zeigen dasselbe Stück Seife, einmal habe ich beim oberen Foto die Beleuchtung der Fotobox genutzt und beim unteren Foto habe ich hinter die Seife eine Taschenlampe gelegt, damit man sehen kann das der Wolf durchscheinend ist.

Ich danke für eure Interesse und freue mich auf die nächste Seife

Comments (2)
  • Meine liebe Petra,

    danke für Deine wundervolle Geschichte, zu Deiner wundervollen Seife.

    Ich hab mir so gewünscht, endlich wieder von Dir zu lesen u Zack, kommst mit einem Zauberseifchen um die Ecke.

    Sehr gerne bitte mehr davon.

    Es grüßt Dich ganz herzlich,
    Deine Nicole/ Linchen

    • Liebes Linchen,
      ich danke dir sehr für deine lieben Worte zu meiner Seife. Eben kam mir die nächste Idee in den Kopf. Dafür muss ich aber erst die tolle Knetseife umsetzen über die wir so viel auf dem Treffen bei dir erfahren haben.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Petra

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